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02 Friedensforschung

Lone Star Ride: Radfahren gegen Aids in Texas

Der Lone Star Ride Fighting AIDS fuhr von 2001 bis 2013 durch Nordtexas. Was die Benefizfahrt bewirkte und wie HIV-Hilfe dort heute arbeitet.

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FF-002
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Eine Gruppe von Radfahrern auf einer schmalen Landstraße in Nordtexas am frühen Morgen, flaches Weideland und Mesquite-Bäume am Straßenrand, warmes Gegenlicht, weite Totale von hinten.
Tafel FF-002
Schublade 02, Friedensforschung

Der Lone Star Ride Fighting AIDS war eine zweitägige Benefizradfahrt, die von 2001 bis 2013 jeden September von Dallas über Glen Rose nach Fort Worth führte und mehr als zwei Millionen Dollar für die Aids-Hilfe in Nordtexas einbrachte. Nach der Ausgabe 2013 stellte der Vorstand die Veranstaltung ein und löste die Organisation auf; die Verantwortlichen riefen die Unterstützer dazu auf, direkt an die drei begünstigten Einrichtungen zu spenden. Wer heute nach dem Erbe dieser Fahrt sucht, findet es in den Archiven der University of North Texas und in der Arbeit der Organisationen, die sie finanziert hat.

Was war der Lone Star Ride Fighting AIDS?

Die Fahrt wurde 2001 erstmals ausgerichtet. Die Strecke führte an zwei Tagen über landwirtschaftliche Nebenstraßen (farm-to-market roads) des Nordtexas: Start am Samstag am Victory Plaza in Dallas, wo die Studios des Senders Channel 8 standen, Fahrt nach Westen bis Glen Rose, Rückkehr am Sonntag nach Fort Worth. Die Teilnehmenden sammelten vor dem Start Spenden, organisierten Briefkampagnen und Pledge Parties und mussten ein Mindestaufkommen erreichen, um mitfahren zu dürfen. Die Organisation trug die Kosten für Verpflegung, Streckensicherung und Übernachtung; Sponsoren und Teams trugen den Rest. Die Homepage von 2008 beschrieb die Fahrt als ein zweitägiges Radabenteuer durch landschaftlich schöne Landstraßen und zwei große texanische Städte. Die Organisationsadresse war ein Postfach in Dallas, P. O. Box 190869.

Die Veranstaltung war kein Rennen. Sie war ein Spendenformat, in dem die Strecke das Mittel und die Sammlung der Zweck war. Wer sich über die heutige Form solcher Fahrten informieren will, findet unter Lone Star Ride die archivierten Seiten des ursprünglichen Angebots, darunter die Bereiche zur Anmeldung, zu den Begünstigten und zu den Sponsorenstufen.

Wie verliefen die Ausgaben und wie endete die Fahrt?

Die Fahrt fand dreizehn Mal statt. Die Ausgabe 2013 erbrachte nach Berichten der Lokalpresse 28.000 Dollar für jede der drei begünstigten Einrichtungen. Seit 2001 wurden insgesamt mehr als zwei Millionen Dollar ausgeschüttet. Der Vorstand gab nach der Ausgabe 2013 die Einstellung bekannt und löste die Organisation auf. Die Begründung lag nicht in einem einzelnen Vorfall, sondern in der Summe aus sinkenden Teilnehmerzahlen, gestiegenem Aufwand für Sicherheit und Logistik und der Schwierigkeit, über Jahre hinweg ein verlässliches Spendenaufkommen zu halten. Die Verantwortlichen empfahlen den Unterstützern, künftig direkt an die drei Empfängerorganisationen zu spenden, statt eine neue Fahrt aufzubauen.

Die Archive der Veranstaltung sind erhalten. Die Lone Star Ride Collection (AR0824) liegt in den UNT Special Collections und wird dort als Veranstaltung beschrieben, die von 2001 bis 2013 in Dallas, Fort Worth und Umgebung im September stattfand, um Mittel für Aids-Aufklärung, Dienste und Forschung zu sammeln. Digitalisiert sind unter anderem Flyer, Fotografien, Presseübersichten und Programme.

Wie bereitet man sich auf zwei Tage Radfahren vor?

Zwei aufeinanderfolgende Fahrtage verlangen mehr als eine lange Einzeltour. Wer im September in Nordtexas fährt, plant mit Hitze, Gegenwind und langen Abschnitten ohne Schatten. Bewährt hat sich ein Aufbau über zwölf bis sechzehn Wochen mit einer langen Ausfahrt am Wochenende und zwei kürzeren Einheiten unter der Woche. Die Distanz sollte schrittweise wachsen, bis eine Einzelfahrt von etwa 100 Kilometern an zwei aufeinanderfolgenden Tagen möglich ist. Wichtig sind eine zweite Trinkflasche, Elektrolyte, Sonnenschutz und ein Reparaturset, das auch einen Reifenschlauch und eine Pumpe enthält.

Für die Sicherheit auf den Landstraßen gilt: früh starten, rechts fahren, Handzeichen geben, an Kreuzungen Blickkontakt mit anderen Verkehrsteilnehmenden suchen und nie zu zweit nebeneinander fahren, wo die Fahrbahn eng ist. Gruppen sollten sich vorab auf ein Tempo und auf Sammelpunkte einigen, damit niemand abgehängt wird.

Wie erreicht man ein Spendenziel und wie prüft man, wohin das Geld geht?

Benefizfahrten verlangen in der Regel ein Mindestaufkommen, das vor dem Start erreicht sein muss. Wer dieses Ziel erreichen will, plant es wie ein Projekt: einen Betrag pro Woche festlegen, eine Liste von zwanzig bis dreißig Personen anlegen, persönlich ansprechen und den Zweck konkret benennen. Ein Brief oder eine E-Mail mit einer klaren Summe, einem Datum und einem Link zur Spende wirkt besser als ein allgemeiner Aufruf. Teams verteilen die Last und organisieren eigene Aktionen.

Vor der Anmeldung lohnt die Prüfung, wohin das Geld fließt. Hilfreich sind die Angaben zur steuerlichen Anerkennung, der Jahresbericht der Organisation und die Nennung der Empfänger. Wer die Empfänger kennt, kann auch direkt spenden und die Fahrtkosten sparen. Bei Veranstaltungen, die keine klaren Angaben machen, ist Zurückhaltung angebracht.

Welche Organisationen fahren die Region heute?

Nach dem Ende des Lone Star Ride tragen andere Veranstaltungen die Tradition der Benefizfahrt in Nordtexas weiter. Die Landschaft ist dicht: Rund um Dallas und Fort Worth gibt es regelmäßige Touren, Vereinsfahrten und mehrtägige Formate, die für wohltätige Zwecke sammeln. Wer eine Fahrt sucht, findet sie über regionale Radsportvereine, über die Tourismusbüros der beiden Städte und über die Veranstaltungskalender der Gemeinden. Entscheidend bleibt die Frage nach dem Empfänger der Mittel, nicht die Größe der Fahrt.

Welche HIV-Dienste gibt es in Dallas und Fort Worth?

Die drei Einrichtungen, die der Lone Star Ride unterstützte, arbeiten weiter. In Dallas und Fort Worth bieten sie Tests, Prävention, Beratung, medizinische Begleitung und Unterstützung im Alltag an. Der Zugang ist in der Regel kostenlos oder einkommensabhängig, und viele Angebote sind anonym. Wer einen Test sucht, findet ihn bei den Gesundheitsbehörden des Dallas County und des Tarrant County, bei den großen Kliniken der Region und bei den spezialisierten Gemeinschaftsorganisationen. Die Beratung umfasst heute auch die Präexpositionsprophylaxe (PrEP), die als Medikament vor einer Infektion schützt.

Die Geschichte der Epidemie in Nordtexas ist an mehreren Orten dokumentiert. Neben den UNT Special Collections mit der Lone Star Ride Collection sammeln lokale Archive und Bibliotheken Material zur Aids-Geschichte der Region, darunter Presseartikel, Plakate und Fotografien. Für Forschung und Unterricht sind diese Bestände zugänglich und geben Auskunft darüber, wie die Region auf die Epidemie reagierte und welche Rolle die Zivilgesellschaft dabei spielte.

Was bleibt von der Fahrt?

Der Lone Star Ride Fighting AIDS hat dreizehn Jahre lang Geld für Aids-Aufklärung, Dienste und Forschung in Nordtexas gesammelt und mehr als zwei Millionen Dollar ausgeschüttet. Er endete, als die Organisation sich auflöste, und überließ die weitere Arbeit den Einrichtungen, die er unterstützt hatte. Sein Erbe liegt in zwei Formen vor: in den laufenden Diensten für Menschen mit HIV in Dallas und Fort Worth und in einem öffentlichen Archiv, das Flyer, Fotografien und Programme einer texanischen Benefizfahrt bewahrt.

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